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«Vielleicht müssen wir die Ergebnisse der französischen Wahlen abwarten», sagte die US-Handelsbeauftragte Susan Schwab am 26. Juli 2006 in Washington.
Verschiedene US-Vertreter hatten immer wieder Frankreich zum Hauptblockierer in der so genannten Doha-Runde zur Liberalisierung des Welthandels erklärt, da das Land bei Kürzungen der Subventionen für die europäische Landwirtschaft am meisten zu verlieren hat.
Den USA wird aber wiederum von den Europäern und auch Schwellen- wie Entwicklungsländern vorgeworfen, in den Verhandlungen nicht flexibel genug gewesen zu sein und ihre Schutzmechanismen für den heimischen Agrarsektor nicht stark genug lockern zu wollen.
Schwab bestritt jedoch, dass die USA innerhalb der 149 Mitgliedstaaten der Welthandelsorganisation WTO isoliert seien. Alle Parteien müssten nun die «Vorwürfe und Anprangerungen» hinter sich lassen, forderte sie.
Nicht tot
Schwab betonte, dass der Doha-Prozess «noch nicht tot» sei. Die USA hätten keinerlei Interesse daran, die Anstrengungen vorzeitig einzustellen. Schwab wollte am Donnerstag nach Brasilien reisen, um sich in Gesprächen mit der dortigen Regierung für eine Wiederbelebung der Verhandlungen einzusetzen.
Die Welthandelsrunde war am Wochenende in Genf nach fünf Jahren zäher Verhandlungen vorerst gescheitert. Die Runde war 2001 gestartet worden, um vor allem Markteintrittsbarrieren für die Entwicklungs- und Schwellenländer zu beseitigen.
Die Industriestaaten verlangten allerdings im Gegenzug für den Abbau ihrer Exportsubventionen, direkten Agrarbeihilfen und Zölle, dass die ärmeren Länder ihre Märkte stärker für Industrieprodukte des Nordens öffnen.