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ePaper Schweizer Bauer

Im Unterschied zur Mahd werden bei der Weide mit dem Tritteinfluss der Kühe und der Nutzung in jungen Stadien dichtwachsende Weidegräser wie Englische Raigras, Wiesenrispenund Kammgras sowie Weissklee gefördert. Mit dem selektiven Frass wählen die Weidetiere zuerst die schmackhaften und nährstoffreichen Pflanzen aus. Der Weidegang muss deshalb sorgfältig geplant und durchgeführt werden, und bei negativen Entwicklungen muss die Weideführung angepasst und mit veränderter Pflege reagiert werden. Unkrautregulierung, Übersaat und Säuberungsschnitt sind einige Massnahmen, die in diesem Zusammenhang erwähnt werden müssen.
Kühe von der Weide holen, melken, Kühe auf die Weide treiben, fertig – so sieht der Arbeitsaufwand für Milchwirtschaftsbetriebe mit Vollweidehaltung im Sommer aus – zumindest theoretisch. Arbeitswirtschaftliche Überlegungen spielen je länger desto mehr eine entscheidende Rolle beim Management eines Landwirtschaftbetriebes. Bei reiner Weidehaltung muss weniger Arbeit eingesetzt werden als bei Fütterungssystemen wie Totalmischration oder mit Eingrasen. Damit erfüllt die Weide eine wichtige Voraussetzung, um Milch wirtschaftlich zu produzieren. Die Kombination von Weide und Eingrasen gibt mehr zu tun als Vollweide oder nur Eingrasen.
In diesem Dossier vermitteln Fachleute aus der ganzen Schweiz Informationen zu verschiedenen Aspekten rund um das Weidemanagement. Weidepflege, arbeitswirtschaftliche Überlegungen sowie Vorund Nachteile von verschiedenen Weidesystemen werden thematisiert. Dies soll dem Praktiker helfen, sein Weidemanagement zu optimieren. Nur eine gute Beherrschung der Bewirtschaftungsfaktoren und ein effizientes Planen der Arbeitsabläufe machen es möglich, dass mit angemessenem Arbeitsaufwand ertragreiche Pflanzenbestände wachsen und damit eine gute tierische Leistung erzielt wird.