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33 Personen aus Landwirtschaft, Industrie, Medien und Politik waren nominiert. Die Fachjury entschied sich für zwei Frauen: «Ruth Streit und Ingeborg Schmid werden mit dem ‹Agro-Star Suisse› ausgezeichnet», verkündet Jury-Präsident und Marketingprofessor Christian Belz am Donnerstag in St.Gallen. «Gewählt wurden sie in Anerkennung ihres Engagements für die Fusion des Schweizerischen Landfrauenverbandes (SLV) und des Schweizerischen Verbandes Katholischer Bäuerinnen (SVKB) zum Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverband (SBLV).» Der 2006 gegründete SBLV wird von Ruth Streit präsidiert. Ingeborg Schmid hingegen zog sich «im Interesse der Sache» aus der Vorstandsarbeit zurück; für sie seien die verantwortlichen Personen eine Zeiterscheinung, der gestärkte Verband hingegen bleibe. «Dieser zählt 70000 Mitglieder und ist eine starke Stimme für die Interessenvertretung der Frau im ländlichen Raum», sagte Belz in seiner Laudatio. Der Verband betreibe Öffentlichkeitsarbeit, setze sich erfolgreich für den
Erhalt der bäuerlichen Kultur und für die berufliche Aus- und Weiterbildung ein. Er habe etwa erreicht, dass die Ausbildung der Bäuerin der Ausbildung von Bauern gleichgestellt werde, wenn es darum gehe, Starthilfe zu erhalten. «Die Zusammenlegung überzeugt rasch», anspruchsvoll sei aber der emotionale Prozess gewesen, zwei so verschieden gewachsene Organisationen zusammenzubringen, hob Belz hervor. «Die beiden Frauen haben gezeigt, dass ohne Angst vor dem Verlust Attraktives entsteht.» Ruth Streit und Ingeborg Schmid freuten sich und gaben das Lob weiter: «Wir nehmen den Preis im Namen aller Bäuerinnen und Landfrauen entgegen. Ihre Arbeit ist viel wert.»
Mit dem «Agro-Star Suisse» werden am Eröffnungstag der Tier&Technik jährlich Persönlichkeiten ausgezeichnet, welche sich in besonderer Weise um die Schweizer Landwirtschaft verdient gemacht haben.
Zur Eröffnung der Tier& Technik sprachen SVP-Nationalrat Caspar Baader und der renommierte Ökonome Hans Christoph Binswanger. «Die Politik verabschiedet sich mehr und mehr von der produktiven Landwirtschaft und der heimischen Verarbeitungsindustrie», warnte Bader. Und auch Binswanger stellte diesbezüglich der Agrarpolitik 2011 ein schlechtes Zeugnis aus. Während Baader aber als Rezept den generellen Abbau von Vorschriften beschwor, warnte Binswanger davor, mit der Liberalisierung des Bodenrechts den Bauern den Boden unter den Füssen wegzuziehen.