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Eine „Weisheit“ bei der Düngung besagt: „Zu früh ist man nie, aber meistens zu spät“. Das Jahr 2007 mit dem sehr trockenen April hat diese Aussage eindeutig bestätigt und ist uns eine Lehre für die Düngungsstrategie 2008.
Zweite N-Gabe früh geben
Sobald die Böden wieder befahrbar sind, ist deshalb die zweite N-Gabe im Getreide auszubringen. Ab Mitte März nehmen die Tageslängen rasch zu und das markante Längenwachstum und die Ausbildung der Ährenanlagen verlangen nach einem ungestörten Stickstofffluss Ende Bestockung/anfangs Schossen.
Gerste
Die Gerstenbestände präsentieren sich in den meisten Fällen stark bestockt und gut entwickelt. In intensiv geführten Beständen wird der Einsatz der Halmverstärker in den nächsten 2-3 Wochen erfolgen. Deshalb sollten diese Bestände in den nächsten Tagen mit der zweiten N-Gabe versorgt werden.
Intensive Gerste sollte jetzt nach der Formel AGROline mit 2,0 – 2,5 kg/a Suplesan – oder wenn eine ausreichende Grunddüngung erfolgte – mit ca. 1,5 – 2,0 kg/a LONZA-MgS-Ammonsalpeter 25 gedüngt werden. In extensiv geführten Beständen sind die Suplesan- und Ammonsalpetergaben um 0,5 -1,0 kg/a zu reduzieren.
Weizen, Triticale
Die Weizen- und Triticalebestände präsentieren sich sehr unterschiedlich. Früh gesäte Bestände befinden sich bereits kurz vor Ende der Bestockung und sind je nach Sortentyp eher zu dick. Vor allem bei den Einzelährentypen (Ludwig, Levis, Tommi, Caphorn, Tapidor) gilt es mit der 2. N-Gabe noch bis anfangs April zuzuwarten, um schwache Triebe zu eliminieren und um ca. 10 Tage später das Getreide in einer guten Kondition erfolgreich stabilisieren zu können.
Saaten ab dem 10. Oktober haben sich infolge der trockenen Witterung bis anfangs November nur langsam entwickelt und befinden sich im Moment erst zu Beginn der Bestockung. Hier ist es sinnvoll, die 2. N-Gabe möglichst bald auszubringen.
In intensiv geführten Beständen empfehle ich – wenn eine reduzierte oder gar keine PK-Düngung gegeben wurde – nach der Formel AGROline 2 bis 2,5 kg/a Suplesan zu streuen. Bei guter PK-Versorgung ist eine Gabe von 1,75 bis 2,25 kg/a LONZA-MgS-
Ammonsalpeter 25 angezeigt. Bei IP-Suisse- und Extenso-Beständen sind die Düngergaben um 0,5 kg/a zu reduzieren.
Hofdünger im Getreidebau
Auf viehintensiven Betrieben empfiehlt sich die Verteilung der Hofdünger vermehrt auch im Getreidebau. Wenn zu Vegetationsbeginn Gülle und LONZA-MgS-Ammonsalpeter 25 ausgebracht wurde und die Bestände gut entwickelt sind, ist die 2. N-Gabe anfangs April zu streuen. Bei eher mageren Beständen und auf schweren, kalten Böden, auf welchen die N-Wirkung aus organischen Düngern nur langsam in Schwung kommt, ist die 2. N-Gabe in den nächsten Tagen zu applizieren und leicht zu reduzieren.
Raps
Nach der frühen Andüngung Mitte Februar mit LONZA-Bor-Ammonsalpeter ist jetzt – wo dies noch nicht geschehen ist - die zweite und somit auch letzte N-Gabe vor der Streckungsphase des Rapses in Form von Mg-Ammonsulfat fällig. Die spezielle Stickstoffform gewährleistet eine bis über die Blütephase hinaus anhaltende N-Versorgung, aber auch eine regelmässige Abreife. Zudem kann der Schwefel- und Magnesiumbedarf in der entscheidenden Wachstumsperiode sichergestellt werden.
Achtung: Stängelrüssler und Glanzkäfer werden bei der nächsten Wärmeperiode schnell aktiv und sollten mit Gelbfallen im Auge behalten werden.
Zuckerrüben
Die nächste Schönwetterperiode sollte bei gut abgetrockneten Böden zur Zuckerrübensaat genutzt werden. Als Grunddünger zur Saat empfehle ich unseren Rübenvolldünger Carodor, mit welchem auch der Borbedarf von ca. 1,5 kg Bor/ha abgedeckt wird. Als Kopfdüngung eignet sich in diesem Falle der LONZA-Mg-Ammonsalpeter 25, der im 4-6 Blatt-Stadium der Rüben ausgebracht wird.
Beim Einsatz von