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Feldtage 2008

Agroline-Feldtage: Die letzte N-Gabe im Getreide nicht verpassen

Das Pflanzenbaujahr 2008 unterscheidet sich stark von 2007. Der feuchte April dieses Jahr erschwerte die Feldarbeiten. Hans Hirschi von Agroline erklärt, auf was es jetzt ankommt, damit der Ertrag optimiert werden kann.
Der anfänglich eher flach wurzelnde Mais kann auch breit gestreuten Dünger – der um Ammoniakverluste zu vermeiden nur vor „sicheren“ Niederschlägen gegeben werden sollte – sehr gut verwerten. / Hans Hirschi

Theorie und Praxis im Pflanzenbau liegen oft weit auseinander, so auch in diesem Jahr: Nach dem sehr trockenen und warmen April 2007 verlief die gleiche Zeitperiode 2008 nun eher kühl und feucht, und die Feldarbeiten konnten nicht überall unter guten Bedingungen und zum richtigen Zeitpunkt erledigt werden. Die Zuckerrübensaaten anfangs April liefen zuerst unter der feuchtkühlen Witterung nur langsam auf. Starke Niederschläge vom 21. – 23. April mit bis zu 100 mm Niederschlag / m2 und einer Verschlämmung der Oberfläche in schluffreichen Böden sowie die darauf folgende Trockenperiode vom 2. – 14. Mai mit Tagestemperaturen bis zu 27 Grad begleitet durch starke Bise verhinderten ein schnelles Davonwachsen und eine zügige Jugendentwicklung.


Die letzte N-Gabe im Getreide nicht verpassen

Unsere Düngungsstrategie mit einer frühen Andüngung Mitte – Ende Februar mit LONZA-MgS-Ammonsalpeter 25 und der 2. N-Gabe nach der „Formel AGROline“ mit Suplesan ca. 3 Wochen später hat sich auch dieses Jahr bewährt.  Unter Berücksichtigung der kühlen, feuchten Aprilwitterung und der verzögerten Vegetation hätte diese Gabe etwas höher oder etwas später ausfallen dürfen. Dank der langanhaltenden Stickstoffform im Suplesan (Ammonium- und Amid) konnte der N-Bedarf der Getreidepflanzen bis zur abschliessenden N-Gabe, die in Gerste, Roggen und Triticale zum grössten Teil bereits abgeschlossen ist und beim Weizen in den nächsten Tagen erfolgen sollte, sichergestellt werden.

Die letzte N-Gabe sichert Ertrag und Qualität, sollte je nach Ertragserwartung  bemessen werden und mit LONZA-Ammonsalpeter, der eine hohe Wirkungssicherheit garantiert, erfolgen. Der Düngungszeitpunkt richtet sich nach Standort- und Sorteneigenschaften sowie den Qualitätsanforderungen der Abnehmer. Bei Hochertragssorten mit mittleren Qualitäten sollte die letzte N-Gabe früh beim Erscheinen des Fahnenblattes (BBCH 37/39) gegeben werden, um die Kornfüllung und somit das TKG- und Hl-Gewicht zu steigern. Eine spätere Abschlussgabe beim Ährenschieben (BBCH 51/55) verbessert die Qualität und den Rohproteingehalt. In Gebieten mit bekannter Vorsommertrockenheit empfehle ich eine frühe Abschlussgabe beim Schieben des Fahnenblattes.

Kopfdüngung in Zuckerrüben

Bei Düngungsstrategien, die eine Kopfdüngung vorsehen, empfehle ich, diese jetzt zu geben und die Zuckerrübendüngung abzuschliessen. Zu späte mineralische N-Gaben  in Kombination mit eventuell applizierten Hofdüngern führen zu übermässiger Blattbildung bis weit in den Spätsommer, was die Bildung des Rübenkörpers, des Zuckergehaltes und der Ausbeute benachteiligt. Nach Einsatz von 5 – 6 kg  Carodor / a zur Saat erfolgt die Kopfdüngung in Form  von LONZA-MgS-Ammonsalpeter 25 - bei einer Einzel- und Hofdüngerstrategie in Form des LONZA-Bor-Ammonsalpeters - womit der hohe Bor-Bedarf von 1 – 2 kg /ha abgedeckt werden kann. Dabei sollte die gesamte N-Menge die Düngungsnorm von 100 kg N / ha nicht wesentlich übersteigen. Um den hohen Magnesium-bedarf  der Zuckerrüben von 55 kg / ha zu sichern, ist eine Kopfdüngung mit Magran sehr zu empfehlen.

Kopfdüngung im Mais

Ende April gesäter und gut rückverfestigter Mais befindet sich bereits im 4 – 6 Blatt-Stadium und sollte jetzt mit der abschliessenden Kopfdüngung versorgt werden, was die Abdeckung des hohen N-Bedarfs bis Ende der Blüte sicherstellt. Der anfänglich eher flach wurzelnde Mais kann auch breit gestreuten Dünger – der um Ammoniakverluste zu vermeiden nur vor „sicheren“ Niederschlägen gegeben werden sollte – sehr gut verwerten. Um den Bedarf an Magnesium abzudecken, empfehle ich LONZA-MgS-Ammonsalpeter 25, der früh und auf trockene Pflanzen verabreicht, keine Blattverbrennungen verursacht. Unsere Maisdünger Polydor und NP 28.28 enthalten ganz gezielt Bor und Zink, um die Blühdauer und – qualität und somit die Kolbenentwicklung und –grösse positiv zu beeinflussen.

Futterbaudüngun

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Hans Hirschi [20.05.08 13:10]
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