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Agrarpolitik 2011
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AP 2011: Bauernverband fast zufrieden - Kritik von Umweltschützern

Der Bauernverband ist zufrieden mit den Verordnungen zur Agrarpolitik 2011. Seine Anpassungsvorschläge seien mehrheitlich berücksichtigt worden, schreibt er. Kritik kommt von den Kleinbauern, Bio-Suisse sowie von Naturschutzorganisationen.
Der Bundesrat hat den Beitrag für offene Ackerflächen auf 620 Franken pro Hektare festgelegt, der Bauernverband hatte sich 650 Franken gewünscht.

Von den Verbesserungen profitierten Betriebe im Tal und im  Berggebiet, schreibt der Schweizerische Bauernverband (SBV). Erhöht  worden seien tierbezogene Beiträge und Beiträge an Ackerflächen.  Dies seien wichtige Verbesserungen zu Gunsten der auf die  Nahrungsmittelproduktion ausgerichteten Landwirtschaft.

Nicht zufrieden ist der SBV mit der Unterstützung im Ackerbau.  Der Bundesrat habe den Beitrag für offene Ackerflächen auf 620  Franken pro Hektare festgelegt, der Verband hatte sich 650 Franken  gewünscht. Sollten die offenen Ackerflächen weiter zurückgehen,  will der Verband eine Erhöhung des Beitrages fordern.

Kleine verschwinden

Vehemente Kritik kommt von den Kleinbauern, Bio Suisse und von  drei Naturschutzvereinigungen. Die Kleinbauern-Vereinigung  befürchtet, dass die Anpassungen bei den Direktzahlungen zur  Umverteilung von kleinen und mittleren zu grossen Betrieben führe.  Indirekt sinke zudem der Anreiz für besonders tier- und  umweltgerechte Produktion.

Die Erhöhung der Tierbeiträge setze neue Anreize zur  Intensivierung der Tierhaltung, und zwar in den Berg- und in den  Talgebieten. Die Kleinbauern-Vereinigung hätte höhere Beiträge für  Weide- und Freilaufhaltung bevorzugt. So hätte der höhere Arbeits-  und Investitionsbedarf abgegolten werden können.

Tiergerechte Produktion benachteiligt

Für Bio Suisse haben tier- und umweltgerechte Produktion das  Nachsehen. Die gesenkten Beiträge an Buntbrachen, Rotationsbrachen  und Ackerschonstreifen schadeten der Artenvielfalt. Die Produzenten  von Fleisch von artgerecht gehaltenen Tieren würden bestraft.

WWF, Schweizer Vogelschutz SVS und Pro Natura schreiben in einer  gemeinsamen Mitteilung, dass die ökologische Probleme im Tal- und  im Berggebiet nun noch verschärft würden. Bundesbeiträge für die  Artenvielfalt machten nur einen kleinen Teil der Direktzahlungen  aus. Die positive Wirkung sei moderat, klagt der Vogelschutz.

Der WWF kritisiert, dass höhere Beiträge für die Tierhaltung in  Bergregionen zu einer unerwünschten Intensivierung führten.  Wertvolle Wiesen und Weiden vergandeten, die alpine Artenvielfalt  sei bedroht.


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sda [25.06.08 19:35]
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