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Milchmarkt

Uniterre fordert eine Kürzung der Mehrmengen um 20 Prozent

Für einen faire Milchpreis verlangt Uniterre eine nationale Koordination aller Produzenten- organisationen (PO’s und PMO’s) sowie eine Einschränkung von 20 Prozent der 120 Millionen zugeteilten Milchmehrmengen.

Die Milchproduktion ist zur Zeit zu gross in der Schweiz. Der nationale und internationale Markt kann die Industriemilchproduktion nicht voll abnehmen. Die Mehrmengen, sowie die Einschränkungsmilch der Käsereimilch überfüllen den Markt. Mehr als 6 Millionen Franken müssten von den Milchproduzenten (über den Stützungsfonds der Schweizer Milch Produzenten) ausgegeben werden, im Versuch den Markt trockenzulegen und die Preise bis am 1.Januar zu halten.

Milchstreik ist nicht schuld

«Diese Situation hat nichts mit der über den Milchstreik erreichten Preiserhöhung zu tun (es braucht mehrere Monate bis eine Kuh produktiv wird), sondern ist die Konsequenz der 120 Millionen Mehrmilchmengen (zur Basismilchmenge) die von den PO’s und den PMO’s angefragt und vom Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) bewilligt wurden», heisst es in einer Mitteilung von Uniterre dazu.

Gemäss dem bis am 31. April 2009 geltenden Gesetz sei das BLW für die Zuteilung aller Mehrmengen zuständig, sofern diese zu 80% auf Exportmärkten und innovativen Sektoren im Binnenmarkt abgesetzt werden könnten: «Sie sollen keinesfalls den Binnenmarkt überfluten.»

Verantwortung bei BLW

Die Verantwortung liegt laut Uniterre so sowohl beim BLW, wie bei den PO’s/PMO’s. «Die Koordination zwischen den PO/PMO auf nationaler Ebene ist immer noch schlecht», ist man bei Uniterre überzeugt. Alle Anfragen für Mehrmengen seien individuell und ohne nationale Koordination gemacht worden: «So kommt es dass heute die PO’s/PMO’s – das heisst die Produzenten - in Konkurrenz zueinander stehen. Aus Angst, dass ihr die Produzenten zu einer anderen Organisation abspringen, will keine Organisation das Risiko einer Einschränkung an ihre Produzenten übernehmen.»  Ein Wahnsinn wenn man sich die Schweizer Marktstruktur  mit 4 grossen Milchkäufern und 2 Grossverteilern, betont man bei Uniterre.

Deshalb verlangt Uniterre von den Produzenten, dass sie die Vorstände ihrer PO’s/PMO’s auffordern zu :

• Einer sofortigen Einschränkung von 20% der gesamten bis heute verteilten Mehrmengen
• Einer enge Koordination auf nationaler Ebene um einen Milchpreis von Fr. 1.- /kg zu erreichen und eine Mengensteuerung um zu diesem Ziel zu kommen


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sam [30.10.2008 11:47]
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