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Weizenernte

Brotweizenernte sinkt um 11 Prozent

Die Ernte 2010 wird zurzeit auf rund 372 000 Tonnen backfähigem Weizen, 111 000 Tonnen Futterweizen, 177 000 Tonnen Gerste und 65 500 Tonnen Raps geschätzt. Qualitativ fiel die Ernte mehrheitlich gut aus, obwohl die Niederschläge Ende Juli und Anfang August die Hektolitergewichte beim Weizen negativ beeinflussten.

In einigen Regionen in der Deutschschweiz wurden gravierende Fälle von Auswuchs beobachtet, schreibt swiss granum in einer Pressemitteilung.

Die Ernte ist nun in allen Regionen abgeschlossen. Die vorliegende Schätzung basiert auf den Mengen, die von einer Auswahl von 34 Sammelstellen übernommen wurden. Diese Sammelstellen nehmen rund 30%  der Schweizer Gerste, 47% des Weizens sowie 50% des Raps an. Die Spätlieferungen wurden ebenfalls mit einer Schätzung berücksichtigt. Die gesamte Schweizer Produktion wurde schliesslich aufgrund von Hochrechnungen ermittelt.

Brotweizenproduktion nimmt um 11 Prozent ab

Wie in vorherigen Schätzungen vermutet, nimmt die die inländische Produktion von backfähigen Weizen um 11 Prozent (gegenüber 2009) auf 372 000 Tonnen ab. Gründe sind Ertragsrückgänge und Auswuchs in einigen Posten.
Die Qualität war zu Erntebeginn gut, das Hektolitergewicht betrug zwischen 80 und 83 kg/hl und die Fallzahl lag bei 300 bis 400 Sekunden.

Gegen Ende der Ernte nahm die Qualität ab. Die Niederschläge Ende Juli bzw. Anfang August reduzierten sich um 3 bis 6 kg /hl, schreibt swiss granum. Diese Werte lägen noch im Bereich, um den vollen Preis zu realisieren.
Die Fallzahlenabnahme in der Westschweiz fiel gering aus (300 bis 360 Sekunden), in der Deutschschweiz wurden Werte zwischen 220 und 300 Sekunden gemessen. Die Feuchtigkeitsgehalten lagen zwischen 11 und 14 Prozent, zu Ernteende mussten einige Posten getrocknet werden.

Inner- und Ostschweiz am stärksten von Auswuchs betroffen

Die Auswuchsmenge belief sich schweizweit unterhalb 5 Prozent. Gegen Ernteschluss jedoch haben 12% der Sammelstellen Weizenposten mit 50 bis 60% Auswuchs und 8% der Sammelstellen mit 15 bis 25% angenommen. Die Kantone Aargau, Luzern, Schaffhausen und Thurgau waren am stärksten betroffen. Kleinere Mengen an ausgewachsenem Weizen (< 5%) wurden von rund 15% der Sammelstellen gemeldet.

Futterweizenmenge nimmt auch ab

Swiss granum schätzt die Futterweizenproduktion auf 111 000 Tonnen geschätzt. Das entspricht einer Abnahme von 5 Prozent gegenüber 2009. Da die Nachfrage gross und das einheimische Angebot die Nachfrage nicht decken kann, wird dies von swiss granum als bedauerlich bezeichnet.

Abnahme der Anbaufläche führte zu tieferem Gerstenertrag

Auf rund 177 000 Tonnen wir die einheimische Wintergerstenprodukton geschätzt, das sind rund 8 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Hektolitergewichte fielen gut bis sehr gut aus. Gemäss swiss granum ist der Rückgang der Anbaufläche für die tieferen Ernteertag verantwortlich.

Rapsertrag in etwa stabil

Die Schweizierische Branchenorganisation für Getreide, Ölsaaten und Eiweisspflanzen schätzt für 2010 einen Rapsertrag von rund 65 500 Tonnen. Der Rückgang gegenüber 2009 beträgt rund 1 Prozent. Die Abnahme wird auf kleinere Erträge zurückgeführt.

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swiss granum/Reto Blunier [26.08.2010 11:44]
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