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Herzschmerz und Komik halten sich in der dritten Folge BLS die Waage. Höchst amüsant ist beispielsweise Heidis Auftritt am ersten Morgen ihrer Hofwoche. Mit viel Hingabe frisiert und schminkt sie sich, denn unfrisiert gehe sie nie aus dem Haus. Und dann folgt Heidis Erkenntnis des Tages: „Ungepflegte Leute sind widerliche Leute.“ Sepp scheint das aber nicht zu stören. Ganz im Gegenteil. Er hat Verständnis für Heidis Schminkerei und schliesslich will man(n) auch etwas zum anschauen haben. Sogar Heidis schicke Tigerstiefelchen, die sie im Stall trägt, fallen Sepp auf. Dafür gibt Heidi dann vollen Einsatz beim Misten.
Tragischkomisch ist dagegen Chregus ungehobeltes Verhalten gegenüber seiner Hofdame Corinne. „Rüpel Chrigel“ geht mir langsam gewaltig auf die Nerven. Nachdem er Corinne in der letzten Folge im Regen stehen liess, lädt er sie diese Woche gnädiger weise zum Hornussen ein, um dann gleich noch eine Zugabe an unmöglichem Verhalten zu geben. Er ignoriert Corinne einfach. Diese lässt sich aber nicht beirren und unterhält sich während dessen mit Chregus Hornusser Kollegen. Die erklären Chregus Verhalten damit, dass er halt eher der Kumpel Typ sei. Na ja man kanns auch so sehen…
Dank Corinnes Hartnäckigkeit taut Chregu doch noch etwas auf und lässt sie beim Bräteln im Hornusserhüttli sogar neben sich sitzen und teilt seinen Schnupftabak mit ihr. Wenigstens mit Chregus Mutter versteht sich Corinne blendend. Diese rät ihr beim Gartnen, dass sich Corinne von ihrem Sohnemann nicht unterkriegen lassen soll. So recht begeistert scheint nicht mal Chregus Mami von ihrem Sprössling zu sein. Darum liebe Corinne denk daran, man heiratet nicht das Mami sondern den Sohn! Man darf ja gespannt sein, was „Rüppel Chrigel“ in der nächsten Woche alles mit Corinne vor hat.
Um einiges liebevoller geht es dagegen im Aargau bei Paul und Kathrin zu und her. Hingebungsvoll kümmert sich Kathrin um Pauls Kinder und seinen Haushalt. Der grosse Wäscheberg und die verstaubte Lampe in der Stube bringen sie gar zum weinen. „Man sieht, dass einiges auf dieser Familie lastet. Das ist nicht nur der Dreck der letzten Tage“, stellt Kathrin fest. Auch Pauls 15 jähriger Sohn Jacob scheint von Kathrins Mitgefühl berührt zu sein und verdrückt ein paar Tränchen. Wäre nicht nur Kathrin und Paul, sondern auch dessen Kindern zu gönnen, wenn es zwischen den Beiden klappen würde. Zumindest Paul bezeichnet Kathrin bereits als Schätzeli.
Auch bei Marianne und Bruno scheint es zu knistern. Obwohl sie zuerst nicht so begeistert ist, dass Bruno sie in die örtliche Käserei entführt. „Er hätte ja annehmen können, dass ich als Bauerntochter auch schon gesehen habe wie man käst“, so Marianne. Darum Bruno, unterschätze nie eine Bauerntochter! Später geht’s dann zum Baden an den See. Doch zuerst muss Bruno noch in voller Schutzmontur und mit Motorsense bewaffnet einen Weg zum Seeufer mähen. Das findet Marianne lustig. Der gefällt der Bruno dann zwar doch besser in der Badehose. Nach dem gemeinsamen Plantschen im Weier will sie es aber wissen und fragt Bruno, wann er die letzte Freundin gehabt habe. Da dieser nicht so recht mit der Sprache rausrücken will, mutmasst Marianne, dass der Bruno wohl noch nie eine Freundin gehabt habe. Vielleicht sollte sie sich einmal den Film „Jungfrau, männlich, sucht“ ansehen.
Bei David und Regula knistert es nicht nur, sondern es sprühen wahre Funken. Zuerst nicht etwa der Liebe, sondern der Eifersucht wegen. Denn Regula flirtet mit Davids Cousin Patric, obwohl David Regula bereits gewarnt hat: „Von dem lässt du dann im Fall die Finger!“ Am Zürifäscht explodiert David gleich nochmal und sagt Regula sie solle Nachhause gehen, woraufhin diese in bittere Tränen ausbricht. David entschuldigt sich und sagt er habe es doch nicht so gemeint. Die beiden vertragen sich wieder und knutschen zum Schluss der Folge sogar fröhlich auf der Tanzfläche herum. Bei so vielen Emotionen ist weitere Herzschmerz mit Sicherheit garantiert. Telenovela lässt grüssen!
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