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Bereits vor vier Jahren hat Martin Richenhagen, CEO der Agco Corporation, ihren eigenen Feldhäcksler angekündigt. Zum traditionellen Fendtfeldtag in Wadenbrunn war es nun endlich soweit. Fendt zeigte erstmals den Katana 65 der breiten Öffentlichkeit. Leider hat Fendt bislang nur spärlich über den neuen Häcksler informiert. Klar ist, dass er von Fendt entwickelt wurde und so auch nur in den Farben von Fendt verkauft werden soll. «Der Häckslermarkt ist so klein, dass wir uns nicht mit verschiedenen Farben und Marken verzetteln wollen.», sagte Peter J. Paffen, Sprecher der Geschäftsführung von Fendt. Trotzdem soll der Häcksler allen Händlern von Agco zur Verfügung stehen. 2011 sollen die ersten zehn Maschinen gebaut und im Praxiseinsatz bei Lohnunternehmer getestet werden. Danach will Fendt die Produktion kontinuierlich steigern, wobei Fendt zirka 400 verkaufte Maschinen pro Jahr im Visier hat.
650PS unter der Haube
Katana ist die japanische Bezeichnung für Schwert. Wie Fendt festhält, kam man damit hauptsächlich Raubkatzen jagen. Ob das mit zurzeit nur einem Modell gelingt, wird die Zukunft weisen. Darum sollen später noch zwei weitere Modell folgen. Angetrieben wird der Katana 65 von einem V8-Motor mit 16 Liter Hubraum. Er stammt aus der Motorenschmiede von Mercedes und hat eine Leistung von 650 PS. Der Katana hat eine Höchstgeschwindigkeit von 40 km/h, wobei er entgegen aller Gerüchte nicht mit dem Variogetriebe von Fendt, sondern mit einem normalen hydrostatischen Antrieb versehen ist. Das Zuführsystem besteht aus sechs Vorpresswalzen. Mit ihnen lässt sich die Schnittlänge stufenlos von 4 bis 42 mm einstellen.
Bei der Häckseltrommel handelt es sich um eine geschlossene V-Trommel. Sie hat einen Durchmesser von 720mm und soll laut Fendt die grösste Trommel am Markt sein. Leider hat Fendt bislang nicht verraten, wie breit die Trommel ausgefallen ist. Ebenso ist der Bau sowie der Antrieb die Krackerwalzen ein gut gehütetes Geheimnis von Fendt. So berichten die Konstrukteure nur von einem revolutionären Antriebssystem. Doch wollen sie frühstens im Mai 2011 das Geheimnis lüften. Spekulationen sind erlaubt. So könnte es sich zum Beispiel um einen elektrischen Antrieb handeln.
Effizienter
Äusserlich sind die neuen 900er von den alten kaum zu unterscheiden. Am Fahrzeugkonzept und an den Abmessungen hat Fendt auch nichts verändert. Dennoch gibt es vor allem unter der Haube, in der Kabine bis hin zu den Rädern neue Technologien, die die Effizienz steigern sollen. Die neue 900er-Serie deckt den Leistungsbereich von 240 bis 390 PS ab. Der 922 Vario ist somit Geschichte. Kernelement der Leistungssteigerung ist der neue Deutz-Motor mit 2.000 bar Common- Rail-Einspritzverfahren. Durch die Vergrösserung von Bohrung und Hub wurde der Hubraum von 7,2 auf 7,8 Liter angehoben. Für die Einhaltung der neuen Abgasvorschriften der Stufe 3b setzt Fendt auf die SCR-Technologie. Dank dieser konnte nach eigenen Angaben die Kühlleistung reduziert und der Treibstoffverbrauch gesenkt werden. Von aussen sichtbar sind nur der zusätzliche blau gefärbte Einfüllstutzen für das AdBlue auf der linken Seite und der SCR-Katalysator am Auspuffrohr auf der rechten Maschinenseite.