Ukraine senkt Ernteprognose, will aber Exporte beibehalten
Das ukrainische Landwirtschafts-
ministerium hat
seine Prognose für die diesjährige Getreideernte weiter abgesenkt. Statt der bisherigen 42 Mio t erwartet Ressortchef Nikolai Prisjashnjuk nur noch 40,5 Mio t Getreide, wie agra-europe berichtet.

Grund für diese Korrektur sind laut einem Bericht des Fachdienstes Agro Perspektiva witterungsbedingte Einbussen bei der Körnermaisernte. Insgesamt erwartet das Agrarressort eine Maisernte von rund 10,5 Mio t.
Binnenversorgung sichergestellt
Im vergangenen Jahr hatten die Landwirte rund 46 Mio t Getreide eingebracht, darunter 10,5 Mio t Körnermais. Prisjashnjuk versicherte,
auch das diesjährige Ernteergebnis inklusive der Übergangsvorräte reiche für eine Versorgung des Binnenmarktes aus und erlaube sogar Exporte. Der Minister stellte klar, dass er eine Fortsetzung der Getreideexporte befürwortet.
2 Millionen Tonnen wurden 2010 bereits exportiert
Dadurch würden Absatzmärkte erhalten und Einnahmen erzielt, die ukrainische Agrarproduzenten für die Finanzierung der Herbstkampagne benötigten. In den ersten zwei Monaten des laufenden Wirtschaftsjahres seien bereits rund 2 Mio t Getreide ausgeführt worden.
Interventionsverkäufe von Mehl sollen Preisanstieg vorbeugen
Sollten die Vorräte an einzelnen Getreidesorten allerdings auf ein kritisches Niveau sinken, sei eine Kontingentierung der Exporte nicht ausgeschlossen, sagte Prisjashnjuk. Ausserdem seien Interventionsverkäufe von Mehl aus dem ukrainischen Agrarfonds eingeleitet worden, um übermässigen Preissteigerungen bei Brot vorzubeugen.