EU-Kommission will Agrarproduktspekulationen eindämmen
Gegen übermässige Spekulationen mit Agrarprodukten will nun auch die EU-Kommission vorgehen, nachdem Frankreich Ende August mit einer entsprechenden Initiative den Druck in diese Richtung verstärkt hat. So sollen die Kontrollen der Rohstoffbörsen verschärft werden, berichtet aiz.info am Freitag.

Nur eine europaweite Lösung kann nach Ansicht der EU-Kommission Preisverzerrungen an den Agrarmärkten verhindern, weshalb sie kommende Woche einen Vorschlag zur Eindämmung von Leerverkäufen vorlegen möchte.
Absicherungen gegen Kursschwankungen weiterhin erlaubt sein
Diese und andere Derivate für spekulative Geldanlagen sind seit der Finanzmarktkrise umstritten. Bei der Eindämmung müsse jedoch sichergestellt werden, dass die mit dem ursprünglichen Derivatehandel beabsichtigte Absicherung gegen Preis- und Kursschwankungen an den Märkten auch künftig möglich sei, hiess es aus Brüssel.
Bis 2012 sollen Termingeschäfte reguliert werden
Das Europäische Parlament hat in einer Entschliessung bereits gefordert, dass spekulative Termingeschäfte mit Rohstoffen, Agrarprodukten oder CO2-Emissionsrechten verboten werden können. Die Regierungschefs der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20) hatten sich laut Dow Jones News bereits im vergangenen Jahr darauf verständigt, den Derivatehandel bis spätestens Ende 2012 zu regulieren.