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Die Raumplanungskommission des Ständerats (UREK) habe den «zahnlosen und untauglichen Entwurf des Bundesrates in mehreren Punkten verbessert», teilten die Initianten am Dienstag mit.
Gemeint ist damit etwa die Verpflichtung für Gemeinden, die Bauzonen zu verkleinern. Um die Mittel dafür zu generieren, soll der Mehrwert abgeschöpft werden, der bei Neueinzonungen anfällt. Noch vor fünf Jahren wären solche Vorschläge undenkbar gewesen, sagte Otto Sieber, Zentralsekretär von Pro Natura, vor den Medien in Bern.
Siedlungsflächen zwingend beschränken
Der Kommissionsvorschlag, der am 27. September im Ständerat beraten wird, enthält nach Ansicht der Initianten aber noch Schwachpunkte und Lücken. Die Kantone würden etwa nicht verpflichtet, ihre Siedlungsflächen zwingend zu begrenzen und den bestehenden Spielraum innerhalb der bereits überbauten Bauzonen auszunutzen. Hier bestehe ein Potenzial von ungefähr 15'000 Hektaren.
Zweitens brauche es ein Verbandsbeschwerderecht, um die Raumplanungsentscheide wirksam zu kontrollieren. Und schliesslich müsse das Kulturland besser geschützt werden. Der heutige Sachplan Fruchtfolgeflächen genüge nicht. Das Kulturland solle vor Überbauung oder Umnutzung (etwa zu Golfplätzen) bewahrt werden.
Die Landschaftsinitiative verfolgt drei Ziele: Mit einem 20- jährigen Moratorium für neue Bauzonen soll die Zersiedelung gestoppt, das Kulturland geschützt und die Siedlungsentwicklung nach innen gelenkt werden.
Unterstützung durch Tourismus
Getragen wird die Initiative unter anderem von der Stiftung Landschaftsschutz, dem Schweizer Heimatschutz, Pro Natura, dem WWF, dem VCS und der Kleinbauern-Vereinigung VKMB. Sympathien für das Anliegen hat auch der Schweizer Tourismus-Verband STV.
STV-Direktor Mario Lütolf forderte am Dienstag, dass die Politik von Lippenbekenntnissen und Absichtserklärungen wegkommt und eine neue Siedlungspolitik entwickelt, welche die langfristigen Interessen der Tourismuswirtschaft berücksichtige.