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Agropreis 2010

Die vier Nominierten stehen fest

Am Innovations- wettbewerb "agroPreis" der Schweizerischen Landwirtschaft bewarben sich in diesem Jahr rund 60 Projekte. Eine unabhängige Expertenjury hat vier davon nominiert und an die agroPreis-Verleihung vom 4. November 2010 im Kursaal Bern eingeladen.

Unter dem Patronat des Schweizerischen Bauernverbandes SBV veranstaltet die emmental versicherung bereits zum 18. Mal den Innovationswettbewerb agroPreis. Die Gesamtgewinnsumme beträgt rund 50'000 Franken. Jedes der vier nominierten Teams (Projekte) erhält eine Nominationsprämie in Höhe von 5'000 Franken.

Nachfolgend die vier Projekte:

EINE AKTIE NAMENS LOTTI: Guido Leutenegger, Avegno (TI), www.natur-konkret.ch

Ein spezielles Anlageobjekt gibt es im Tessin zu kaufen. Mit einem Betrag von 2500 Franken stellt der Investor dem Betrieb von Guido Leutenegger ein schottisches Hochlandrind zur Verfügung. Der Investor erhält eine Urkunde und hat das Recht, während 10 Jahren im Wert von 350 Franken Öko-Fleisch zu beziehen. Mittlerweile weiden 400 Hochlandrinder auf den Weiden im Val Colla, Centovalli und Maggiatal. Die Rinder grasen auf einer Fläche von 2000 Hektaren und helfen mit, die Verbuschung der Alpweiden zu stoppen. Leutenegger bewirtschaftet auch Alpen, welche seit mehr als 20 Jahren nicht mehr genutzt werden. Den Konsumenten scheint es zu gefallen, der gebürtige Thurgauer liefert das Fleisch in die ganze Deutschschweiz.

BIO KNOBLAUCH GEDEIHT AUCH IN DER SCHWEIZ: Katja und Markus Bucher, Grossaffoltern (BE)

Schweizer Bio Knoblauch kann nun auch in den Regalen von Schweizer Läden gekauft werden. Bis im Jahre 2008 stammte der in der Schweiz vertriebene Knoblauch vornehmlich aus China oder Knoblauch, Bioware wurde aus Italien oder Spanien importiert. Der Schweizer Knoblauch hat den Durchbruch der Beharrlichkeit von Katja und Markus Bucher aus dem Berner Seeland zu verdanken. Der Knoblauch ist anspruchsvoll in der Kultivierung und muss nach dem Ernten mehrere Wochen lang getrocknet werden. 2009 pflanzte die Familie Bucher 7,5 Hektaren Knoblauch an und verkaufte die Erntemenge von 27 Tonnen an grosse Detaillisten sowie an verschiedene Bioläden. Dieses Jahr konnte die Fläche erneut um 2 Hektaren ausgedehnt werden.


APFELWEIN NACH SCHWEIZER ART: Jacques Perritaz, Le Mouret (FR), www.cidrelevulcain.ch

Das Herstellen von Apfelwein wird nicht mehr nur in der Bretagne oder Normandie gepflegt, sondern auch im freiburgischen Le Mouret. Jacques Perritaz produziert bereits seit zehn Jahren Apfelwein nach dem traditionellen Verfahren aus Westfrankreich. Der ausgebildete Biologe träumte davon, alten Hochstamm-Apfelsorten wieder einen Wert zu verleihen. Rose de Torny und Reinette de Champagne sind nur zwei dieser alten Sorten, die auf den Etiketten von Perritaz’s Apfelwein-Flaschen wiederzufinden sind. Im letzten Jahr verwertete er 70 Tonnen Äpfel und Birnen und produzierte damit 20 000 Flaschen Apfelwein. Die fünf verschiedenen Sorten Wein verkauft er an kleinere Läden in der Region und an Spezialgeschäfte in den grösseren Städten.


PACKGEISSEN SORGEN FüR STIMMUNG:
Sandra Egli und Christian Golfetto, Ricken (SG), www.packgeiss.ch

Wer durch das Toggenburg streift, trifft plötzlich auf die Geissen-Karawane von Sandra Egli und Christian Golfetto. Die kastrierten Ziegenböcke werden von den Beiden bei Züchtern in sehr jungem Alter gekauft und während rund 3-4 Jahren auf das Trekking vorbereitet. Sie arbeiten ausschliesslich mit Schweizer Arten wie Pfauen-, Stiefel-, oder Nera-Verzasca-Ziegen. Nach der langjährigen Aufzucht kann eine Packgeiss, die über 100 Kilogramm schwer werden kann, bis 25 Kilo Gewicht tragen. Dank ihrer Geschicklichkeit überwinden die Geissen fast jedes Hindernis, und sie ernähren sich vorwiegend von Kräutern und Gras. Während den Wanderungen tragen die Ziegen das Gepäck der Gäste und sorgen mit ihrem liebenswerten Charakter für leuchtende Augen bei Jung und Alt.




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Reto Blunier [08.09.2010 10:29]
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