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Am 2. Juni berichtete das BLW, Bundesamt für Landwirtschaft, über den Stand der WTO-Verhandlungen. Gemäss BLW wurden nach der Ministerkonferenz in Paris alle Nicht-Wertzölle in Wertzolläquivalente umgewandelt. Darunter fallen auch für landwirtschaftliche Produkte, welche ausserhalb eines Kontingents eingeführt werden.
Der Wertzoll wird ermittelt, indem 87,5 % des Welthandelspreises (Comtrade-Preis) und 12,5 % des Schweizerischen Einfuhrpreises und die Notifizierung in der "Integrated Data Base" (IDB) der WTO zusammengerechnet werden. Beim Zucker gilt der Welthandelpreis.
Verhandlungen über Marktzutritt, Inlandstützung und Exportsubventionen
Gemäss BLW hätten bis dato die meisten Länder ihre Wertzölle der WTO übermittelt. Diese überprüft die Werte bis Ende Juni. Danach kann erst über den eigentlichen Abbau der Zölle gefeilscht werden. Bestimmt werden müssen die Anzahl und die Abgrenzung der Tarifbänder und die Formeln für die verschiedenen Bänder. Gemäss der Agrar-Mediendienst age warb die Schweiz für drei Bänder, in denen dann differenziert abgebaut werden könnte.
Ebenfalls verhandelt wird im Sommer über die sensiblen Produkte, aber erst, wenn Abbau-Formeln bekannt sind. Sogenannt sensible Produkte würden einer weniger drastischen Zollabbau-Formel unterworfen, um die inländische Produktion zu schützen. Als Gegenleistung müsste davon aber mehr importiert werden.
Beim Thema "Inlandstützung" wird verhandelt werden, wie und wieviel dieselbe abgebaut wird. Ebenfalls kommen die Kriterien "Green Box" (Produktionsunabhängige Zahlungen wie Direktzahlungen) und "Blue Box" (wenig handelsverzerrende Stützungsmassnahmen) zur Diskussion.
Ausserdem wird abgeklärt, inwieweit gewisse Länder Exportsubventionen leisten, welche als Nahrungsmittelhilfe deklariert werden.
Verhandlungsprogramm im Verzug
In der ersten Juliwoche wird der WTO-Agrarausschuss vor der Sommerpause tagen. Bis Ende Juli war die Präsentation eines kompletten Entwurfes der Modalitäten geplant, welches aber der Vorsitzende Tim Groser in der ersten Juniwoche in Frage stellte. Gewisse Punkte würden darin nicht berücksichtigt werden können, schränkte Groser die Erwartungen ein.