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Milchwirtschaft

Baer steigt aus der Kontingentierung aus

Der Weichkäsehersteller Baer AG will im Jahr 2006 zusammen mit seinen Milchlieferanten aus der Milchkontingentierung aussteigen.

Baer suche die Partnerschaft mit risikobereiten Milchproduzenten, welche zusammen mit der Firma die Chance der Mehrproduktion für den Export wahrnehmen wollen, zitiert die Baer AG ihren Chef Stephan Baer in einer Medienmitteilung. Weil die Mehrmenge einen tieferen Milchpreis habe, sei man sich bewusst, dass der frühzeitige Ausstieg nicht für alle Betriebe geeignet sei.

Die Milchlieferanten hätten daher die Alternative, weiter unter der Kontingentierung zu produzieren oder sich einer Produzentenorganisation der Milchverbände anzuschliessen. Die Kontingentierung wird im Jahr 2009 generell aufgehoben.

Milch im Tiefpreissegment: 6 Rappen pro Liter weniger

Die Baer AG kündigte zudem an, dass man sich vermehrt gegen die ausländische Konkurrenz im Tiefpreissegment wehren wolle. Weil die Firma die tieferen Kosten in diesem Bereich nicht weiterhin alleine tragen könne, müssten auch die Milchlieferanten ihren Beitrag leisten. Daher werde für das Tiefpreissegment der Preis pro Kilogramm Milch auf den 1. Januar 2005 um sechs Rappen gesenkt, schreibt die Baer AG weiter.

Betroffen seien rund 13% der verarbeiteten Milchmenge Für den Milchlieferanten ergebe sich daraus eine Reduktion des durchschnittlichen Milchpreises um 0,8 Rappen pro Kilogramm. lid

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[04.10.04]