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«Wir wollen an den bisherigen Zollsätzen festhalten und hoffen, dass der Bundesrat das Schweizer Verhandlungsmandat nun nicht aufschnürt», sagte Urs Schneider, stellvertretender Direktor des Schweizerischen Bauernverbands (SBV), am 28. Oktober 2005 auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda.
«Der Bundesrat muss im Rahmen der G10 konsequent bleiben», forderte Schneider. Bei den G10 handelt es sich um eine Gruppe von zehn Agrarimportländern, die eine etappenweise und für ihre Bauern verkraftbare Marktöffnung anstreben.
In ihren Augen würde eine starke Senkung der Zölle das Aus für viele Betriebe in weniger begünstigten Regionen bedeuten. Die Landwirtschaft wäre demnach in der Schweiz wie in ganz Europa gefährdet.
Frankreich droht mit Veto
Schneider hofft auch, dass Frankreich hart bleibt. Präsident Jacques Chirac drohte bereits mit dem Veto im Fall übermässiger Zugeständnisse der EU bei den Agrar-Verhandlungen. «Das wäre ganz in unserem Sinn», sagte Schneider.
Vor Wochenfrist hatte bereits der Schweizer WTO-Chefunterhändler Luzius Wasescha den Druck der Agrarexportländer kritisiert: «Wenn die G10 in eine Ecke gedrängt werden, werden sie zu dem, was sie nicht sein wollen: eine Veto-Gruppe.» Wasescha warnte davor, dass die Ministerkonferenz im Dezember in Hongkong scheitern könnte.