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ePaper Schweizer Bauer

Der Reformentwurf der Agrarpolitik 2011 schlage nur ungenügend Massnahmen vor, um kostengünstiger zu produzieren. Dies schreibt der Schweizerische Getreideproduzentenverband (SGPV) in einem Communiqué zur Delegiertenversammlung vom 15. November.
Es seien Massnahmen nötig, wie etwa Parallelimporte, die im Ackerbau die Produktionskosten um rund 200 Mio. Franken senken würden. Ausserdem würden die Konsumenten- und Produzentenpreise immer weiter auseinanderklaffen, beklagen die Getreidebauern. Die AP 2011 zeige keine Strategie auf, welche diesen Trend bekämpfe.
Zu diesen Vorwüfen an die Bundesverwatlung verabschiedeten die SGPV-Delegierten eine Resolution zu Handen des Bundes. Es ist ein ganzer Massnahmekatalog, welcher gemäss den SGPV in die Agrarpolitik einfliessen soll:
– So fordern die Getreideproduzenten die Beibehaltung des Rahmenkredits von 14,592 Mrd. Franken (inkl. Teuerung)
– Weiter soll die Schweiz ihr bestehendes Zollschutzsystem beibehalten.
– Beim Flächenbeitrag und den Extenso-Beiträgen soll der Bund nicht sparen.
– Neu fordern die Getreidebauern, dass der Erlös für Kontingentsversteigerungen ins Agrarbudget fliessen soll.
– Sie fordern einen Beitrag zur Landschaftsdiversität. Dieser soll 700 Franken pro ha offene Ackerfläche betragen.
– Ölsaaten und Eiweisspflanzen sollen mit 1000 Franken pro ha, statt der vom Bund vorgeschlagenen 600 Franken pro Hektaren unterstützt werden. Aktuell beträgt der Beitrag 1500 Franken.
– Weiter fordern die SGPV, dass der Bundesrat den Leistungsauftrag bei Ölsaaten aufrecht erhält. Dies erlaube etwa die gezielte Förderung erneuerbarer Energieträger.
– Auch dürfe die geplante Senkung des Zollschutzes beim Brotgetreide nicht höher als die Senkung des Futtergetreidezollschutzes ausfallen.
– Zudem stehen die Getreideproduzenten für die Möglichkeit einer sektoriellen Bewirtschaftung nach biologischen Auflagen auch für Nicht-Dauerkulturen ein. Damit könne der Nachfrage entsprochen, die ökologisch bewirtschaftete Anbaufläche erhöht und eine bessere Wertschöpfung erzielt werden, argumentiert der SGPV.
– Die Getreidebauern wehren sich gegen die Vereinfachung des ökologischen Leistungsnachweises, weil dies gar keine Vereinfachung sei.
– Der SGPV fordert zudem mehr Transparenz im Markt. In der Bäckerei- und Fleischbranche müssten künftig Preise und Margen öffentlich werden.